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Stand: 23.12.2015

Pressemitteilung

Augsburg

Zukunftsberuf Altenpflege – trotz Frauenberuf kein „Mädchenjob“

Über 35 Jungs aus den 7. Klassen der Hans-Adlhoch-Mittelschule, der Werner-von-Siemens-Mittelschule, der Kerschensteiner Mittelschule, der Mittelschule am Lechrain, der Löweneck-Mittelschule und der Friedrich-Ebert-Mittelschule sind um 9 Uhr im Caritas-Seniorenzentrum St. Verena eingetroffen. Die meisten der Jungen waren zum ersten Mal in einem Seniorenheim; einige Jungs waren aber auch schon mal in einem Pflegeheim, um ihren Opa oder ihre Oma zu besuchen.  

Nach der Begrüßung durch die Einrichtungsleiterin Frau Stephanie Tomschi gab es gleich die erste Aktion, ein Sitztanz. Die Betreuungshelferin Ivanca Lovric brachte mit ein paar Übungen den Kreislauf der Jungs in Schwung.

Nach dem sportlichen Auftakt konnten die Schüler bei einer Hausralley die verschiedenen Wohngruppen entdecken und erhielten unterschiedliche Einblicke in den Beruf des Altenpflegers. So zeigte Herr Martin Rothgerber, Pflegedienstleiter, wie man pflegebedürftige Menschen richtig lagert. Die Schüler durften mit anpacken und testen, wie es sich anfühlt, wenn man auf Hilfe angewiesen ist. Die nächste Station "Alterssimulator" wurde von der Assistentin der Einrichtungsleitung, Frau Christina Weyand, betreut. Dort bekamen die Schüler einen Eindruck, wie es sich körperlich im Alter mit unterschiedlichen Einschränkungen bewegen lässt. Anhand des Alterssimulators konnten die Jungen erleben, dass selbst das Hinsetzen auf einen Stuhl mit Bewegungs- und Sinneseinschränkungen zur Herausforderung werden kann. Beim gegenseitigen Eingeben von Joghurt stellten die Schüler, die alle eine Sehbehinderungs-Brille trugen, fest, dass es viel Vertrauen erfordert sich von einer anderen Person helfen zu lassen. Frau Stephanie Tomschi, Einrichtungsleiterin, erklärte den Schülern, dass Einfühlungsvermögen und eine hohe soziale Kompetenz wichtige Voraussetzungen seien, um in der Altenpflege zu arbeiten. Neben den "Social Skills" ist das medizinische Fachwissen eines Altenpflegers das A und O. So erstellte Frau Elena Silkina, Auszubildende im dritten Lehrjahr, den Schülern einen Vitalpass, indem Blutzuckerwerte, der Puls sowie die Werte des Bluthochdrucks eingetragen wurden. Natürlich durften auch hier die Jungs das Stethoskop in die Hand nehmen und testen, wann sie den Herzschlag des Mitschülers hören.

Ganz neugierig waren einige Schüler, wie denn ein Bewohnerzimmer aussieht. Eine Bewohnerin lud die Jungs in ihr Zuhause im ersten Stock ein und berichtete über das Leben in St. Verena.
Als nächstes ging es mit allen Besuchern in der Cafeteria des Seniorenzentrums weiter. Dort brachte Herr Rothgerber den Schülern die CAB Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH als Träger zahlreicher Einrichtungen im Bistum Augsburg sowie die Ausbildungsmöglichkeiten näher. Dabei zeigte er den Schülern auf, dass die Altenpflege gerade aufgrund der körperlichen und psychischen Anforderungen keineswegs ein Frauenberuf ist. Als Mann sei man zurzeit noch besonders, da es wenige Männer in der Pflege gibt. Viele Bewohner freuen sich, wenn ein Mann im Dienst ist. Auch die Pflegemitarbeiterinnen schätzen die männliche Unterstützung. Einige Schüler zeigten nach dem abwechslungsreichen Vormittag Interesse an der Pflege und möchten gerne ein Praktikum machen. Vielleicht kann der vermeintliche Frauenberuf Altenpfleger/in in Zukunft noch mehr Männer anziehen.

Als hundertprozentige Tochtergesellschaft des Diözesancaritasverbandes Augsburg e. V, betreibt die CAB über 14 Caritas-Seniorenzentren innerhalb der Diözese Augsburg. Ein Viertel der 129 Auszubildenden ist männlich. Jährlich bildet die CAB mehr als 40 Auszubildende zur Altenpflegefachkraft aus. Neben der dreijährigen Ausbildung bietet die CAB auch Praxisstellen für die einjährige Ausbildung zum/zur Altenpflegefachhelfer an.


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