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Stand: 23.12.2015

Pressemitteilung

Augsburg

Hochgeschätzte Führungskraft verstorben

Der Caritasverband für die Diözese Augsburg e. V. und die CAB Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH (CAB), verlieren mit ihm eine langjährige und allseits hochgeschätzte Führungskraft.„Menschen müssen gesehen werden“ – ist eine Erkenntnis, die Franz K. Minnerrath durch sein Berufsleben begleitet hat. Gesehen und wahrgenommen hat er die Menschen in seinem Umfeld: Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Beschäftigten und Bewohnerinnen und Bewohner in den Einrichtungen der CAB Behindertenhilfe, wo er sich unermüdlich und bis zuletzt für die Belange von Menschen mit Behinderung eingesetzt hat. Es war ihm ein Anliegen, jedem mit Wertschätzung und Interesse zu begegnen. 

Nun ist Franz K. Minnerrath, geboren am 8. Dezember 1955, am 17. Mai 2018 im Alter von 62 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Der Caritasverband für die Diözese Augsburg e. V. und die CAB Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH (CAB), verlieren mit ihm eine langjährige und allseits hochgeschätzte Führungskraft, einen bemerkenswerten Geschäftsführer, Kollegen, Mitarbeiter und „Caritäter“. 

Bereits 1984 kam er zum Diözesancaritasverband und war hier als Leiter des Referats für Kindertagesstätten tätig. Mit viel Erfolg initiierte er dort erfolgreich ein Qualitätsmanagement-Projekt für Kindertagesstätten, das auch über Augsburg hinaus Resonanz erfuhr. Bereits zu dieser Zeit war der Inklusionsgedanke ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit. Früh gelang es ihm, in Kooperation mit der Aktion Mensch, die dieses Projekt förderte, den Besuch einer regulären Kita für Kinder mit Behinderung zu ermöglichen. Diese Ergebnisse wirken nach wie vor in der Gegenwart: Aktuell werden ca. 900 Kinder mit besonderem Betreuungsbedarf in mehr als 400 Kindertagesstätten betreut.

Ab 1.1.2001 wechselte Minnerrath in das Bereichsleitungsteam des Caritasdirektors, wo er sich als Bereichsleiter für Soziales weiterhin für den Inklusionsgedanken einsetzte. Unter seiner Ägide wurde die Weiterbildung „Fachkraft für Inklusion“ entwickelt, die in der Zwischenzeit mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten. Darüber hinaus engagierte er sich beim Bayerischen Landesverband katholischer Kindertagesstätten e. V., wo er auch Vorstand war, und in zahlreichen anderen Gremien auf Landes- und Bundesebene.

2008 wechselte Franz K. Minnerrath zur CAB und verantwortete hier in der Funktion des Geschäftsführers das Ressort Behindertenhilfe. Eine Position, die er „mit großer Entschlossenheit ausgefüllt und dabei transparent und zum Wohle der Firma gehandelt hat“, wie sich sein engster Mitarbeiter und Nachfolger Herbert G. Kratzer erinnert. „Wir beide wollten noch eine längere Wegstrecke gemeinsam gehen und unsere partnerschaftliche und ich glaube hier sagen zu dürfen auch erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen.“  

In der Geschäftsstelle mit Sitz in den Ulrichswerkstätten Augsburg (UWA) hat er vieles angestoßen und in Bewegung gebracht – zukunftsschauend für das Unternehmen, dabei aber nie die Menschen aus den Augen verlierend. Eines der bekanntesten Projekte, das in der Zeit seines Wirkens entstand, ist der CABito, ein barrierefreies Informationssystem, das Informationen für alle Menschen zugänglich macht. Zahlreiche Bauprojekte wurden unter seiner Führung geplant und umgesetzt: etwa zuletzt der Neubau des Hauses Sankt Canisius in Augsburg oder die Erweiterung der Ulrichswerkstätten Schwabmünchen – viele weitere wären zu nennen. Auch die Projekte zur Unterstützten Kommunikation (UK), die es allen Menschen ermöglichen sollen, am gesellschaftlichen Diskurs teilzuhaben, wären ohne seinen Einsatz und seine Bereitschaft zur Vermittlung neuer Ideen, was die Teilhabe und Inklusion betrifft, nicht möglich gewesen.

 „Wir verlieren mit Franz K. Minnerrath nicht nur einen zuverlässigen, innovativen, zielstrebigen Kollegen, wir verlieren einen liebenswerten Menschen und Freund“ beteuert Brigitta Hofmann, Mitgeschäftsführerin der CAB Ressort Altenhilfe. Die beiden teilten miteinander nicht nur die Verantwortung für die CAB, sondern auch die Leidenschaft für die Berge. Auch alle leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, allesamt langjährige Wegbegleitende, bedauern zutiefst, sich von einem überaus geschätzten Vorgesetzten, der nicht nur Caritas-Wohn-, Werk- und Förderstätten geleitet, sondern Caritas gelebt und verkörpert hat, verabschieden zu müssen.

 „Ich bin ihm von ganzem Herzen dankbar, wie entschlossen er seine Aufgaben als Geschäftsführer wahrnahm und wie intensiv er sich für eine Verbesserung der Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen eingesetzt hat“ würdigt Diözesan-Caritasdirektor, Domkapitular Dr. Andreas Magg, das Engagement Minnerraths. "Dabei war es ihm immer eine Herzensangelegenheit, dass der Mensch – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch Klienten – das Zentrum der Arbeit und der Bemühungen bilden. Mit dieser Haltung prägte Franz K. Minnerrath das Selbstverständnis der CAB so nachhaltig, dass diese auch weiterhin im Miteinander fortbestehen wird. Wir werden ihn stets in guter Erinnerung behalten und seiner gedenken. Unser tiefes Mitgefühl verbindet uns im Glauben und Gebet mit seiner Familie und seinen Angehörigen.  "

Der Gedenkgottesdienst wird voraussichtlich am Montag, 28. Mai 2018, um 13.30 Uhr in der Pfarrkirche „Zum Guten Hirten“, Salomon-Idler-Straße 12, 86159 Augsburg, stattfinden.  

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