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Stand: 23.12.2015

Pressemitteilung

Dinkelscherben

Hospitalstiftung Dinkelscherben - Schließung des Seniorenheims Dinkelscherben geplant

Die gesetzlichen Vorgaben für Einrichtungen der stationären Altenhilfe in Bayern wurden durch den Erlass der Ausführungsverordnung des Pflegewohn- und -qualitätsgesetzes (AVPfleWoqG) durch die bayerische Regierung so gravierend reformiert, dass Einrichtungen wie das Seniorenheim Dinkelscherben dadurch vor unüberwindbare Herausforderungen gestellt werden.

Das Gebäude des Seniorenheims Dinkelscherben ist aufgrund der Gebäudestruktur nach aktuellem Stand sehr weit entfernt von der Erfüllung des bayerischen Gesetzes. Um die geforderten Mindestgrößen von Bewohnerzimmern, der dazu gehörenden Bäder, den Aufenthaltsräumen, Fenstergrößen und vieles mehr zu erfüllen, wäre eine Investition im hohen einstelligen Millionenbereich erforderlich. Der Denkmalschutz des historischen Gebäudes leistet hierzu einen Beitrag, der die Situation nicht einfacher gestaltet. Die erforderliche Sanierung und Modernisierung des Hauses stellt für die Hospitalstiftung somit keine Option dar.

"Dass Standards für ältere und pflegebedürftige Menschen erforderlich sind, ist für die Verantwortlichen der Stifung einerseits nachvollziehbar, anderseits ist es schwer, den für uns schmerzlichen Beschluss zu fassen, diesen Traditionsstandort, der hunderte von Jahren Geschichte schreibt, einzustellen", so der Stiftungsvorstand Dr. Ulrich Hörwick. "Die andere Seite der Medallie ist allerdings auch, dass wir spüren, dass die Attraktivität des Standorts zunehmend sinkt und in diesem Zusammenhang auch die Nachfrage. Dies werten wir auch als Signal der Bürgerinnen und Bürger, die im Markt Dinkelscherben und Umgebung leben, dass sie die Einrichtung nicht mehr als adäquat für die Erfüllung ihrer Bedürfnisse einordnen".

Das Seniorenheim Dinkelscherben wie auch das Seniorenzentrum St. Albert in Zusmarshausen werden seit mehreren Jahren durch die CAB Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH (CAB) in Form einer Geschäftsbesorgung geführt. Die CAB betreibt zahlreiche stationäre Altenhilfeeinrichtungen in der Diözese Augsburg.

Die Geschäftsführerin Frau Brigitta Hofmann kann somit den Bewohnerinnen und Bewohnern bzw. deren Angehörigen zusichern, dass - falls gewünscht - alle Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenheims Dinkelscherben dabei unterstützt werden, einen Platz im Seniorenzentrum St. Albert in Zusmarshausen oder in den umliegenden Einrichtungen der CAB zu finden. "Dass wir den Menschen einen Umzug im hohen Alter gerne erspart hätten, ist selbstredend" so Hofmann. "Wir bedauern dies zutiefst". 

Brigitta Hofmann sichert darüber hinaus allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen vergleichbaren Arbeitsplatz im Seniorenzentrum St. Albert in Zusmarshausen und darüber hinaus im Verbund der CAB-Einrichtungen zu. "Unser ausdrücklicher Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren Einsatz für die Bewohnerinnen und Bewohner. Wir sind zuversichtlich, dass wir für sie jeweils Lösungen finden werden", so Hofmann.

Aufgrund der immer komplexer werdenden Strukturen und zu beachtenden Vorgaben für Pflegeeinrichtungen ist es dem Verwaltungsausschuss nicht mehr möglich, die Verantwortung des Seniorenzentrums in Zusmarshausen weiterhin ehrenamtlich zu übernehmen. Somit hat die CAB Bereitschaft signalisiert, das Seniorenzentrum St. Albert in den Verbund der CAB-Einrichtungen zu übernehmen. Der Übergang wird auf den üblichen gesetzlichen Grundlagen stattfinden und spätestens zum 1. Juli 2019 erfolgen.

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bleiben somit alle Rahmenbedingungen, insbesondere auch Vergütungsgrundlagen aus dem bestehenden Dienstverhältnis erhalten.  

Priorität sieht der Verwaltungsausschuss darin, den Bewohnerinnen und Bewohnern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine adäquate Zukunft zu bieten. Darüber hinaus gibt es auch erste Überlegungen und Gespräche hinsichtlich der künftigen Nutzung des Gebäudes. Grundlage und Ziel ist dabei, den Stiftungszweck im Blick zu behalten und somit im Sinne der Stiftung zu handeln. "Die Stiftung wird ihrer sozialen Verantwortung auch in Zukunft vollumfassend gerecht werden, das können wir bereits heute zusichern" so Stiftungsvorstand Dr. Hörwick.

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